Perenterol
Februar 1, 2008
Perenterol forte Kapseln zur symptomatischen Behandlung der Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen (Diarrhöen) sowie zur Vorbeugung und symptomatischen Behandlung von Reisediarrhöen und Diarrhöen unter Sondenernährung. Zur begleitenden Behandlung bei chronischen Formen der Akne.
Ein Durchfall (Diarrhoe) liegt vor, wenn die Stuhlentleerung mehr als dreimal am Tag erfolgt oder flüssiger Stuhl auftritt. Dabei ist Durchfall aber keine Krankheit an sich, sondern ein Symptom für unterschiedliche Darmerkrankungen. Dauert der Durchfall länger als 4 Wochen an, besteht eine chronische Durchfallerkrankung.
Durchfallerkrankungen treten am häufigsten auf Reisen auf. Nahezu jeder dritte Urlauber erkrankt während seines Aufenthalts insbesondere in südlichen Ländern an einer Infektion, der so genannten Reisediarrhöe. In 80 Prozent aller Durchfallerkrankungen sind meist Bakterien für eine Infektion verantwortlich. Diese werden oft über Lebensmittel oder Wasser übertragen, die mit Stuhlrückständen verschmutzt sind. Aber auch Stress und psychische Faktoren können Auslöser einer Diarrhöe sein.
Sehr häufig, in jedem zweiten Fall, wird ein Reisedurchfall von Bakterien der Gattung Enterotoxin-bildende-Escherichia-coli (ETEC) verursacht. Diese Bakterien befinden sich im Darm und gehören zu dessen normalen Bakterienflora. Unter bestimmten Umständen können sie aber auch krankheitserregend wirken, indem die Enterotoxischen Erreger Gifte produzieren, wodurch die Zellen der Schleimhäute angeregt werden, vermehrt Flüssigkeit abzusondern. Dies führt dann zu wässrigen und vermehrten Stuhlgang.
Perenterol forte enthält den natürlichen Wirkstoff Trockenhefe aus Saccharomyces boulardii, welcher bei Durchfallerkrankungen den Darm besiedelt und dadurch verhindert, dass sich Krankheitserreger vermehren. Gleichzeitig fängt die medizinische Hefe deren Gifte ab. Das Magen-Darm-Mittel Perenterol forte wirkt den Symptomen der Erkrankung auf natürliche Weise entgegen, indem der Durchfall gestoppt und die Konsistenz des Stuhls sowie die Darmfunktion normalisiert wird. Neben der Behandlung von Durchfallerkrankungen, eignet sich Perenterol forte auch zur Vorbeugung gegen mögliche Durchfälle auf Reisen.
Dauern aber die Durchfälle länger als 48 Stunden an oder Blut befindet sich im Stuhl oder die Körpertemperatur ist gleichzeitig erhöht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Hinweise: Perenterol Forte darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Hefe. Auch Personen mit liegendem Zentralvenenkatheter sollten nicht mit dem Magen-Darm-Mittel behandelt werden. Das Arzneimittel sollte bei Säuglingen und Kleinkindern nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Wegen des bisher nicht einschätzbaren Risikos einer generalisierten Besiedlung mit Saccharomyces cerevisiae sollten Personen mit gestörtem Immunsystem (z.B. HIV-Infektion, Bestrahlung oder Chemotherapie) Perenterol forte nicht ohne ärztlichen Rat anwenden. Saccharomyces boulardii ist ein lebender Mikroorganismus, der unter ungünstigen Bedingungen, wie sie bei abwehrgeschwächten Personen auftreten, durch eine Wanderung aus dem Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf oder durch äußere Verunreinigung von Zentralvenenkathetern systemische Pilzinfektionen hervorrufen kann. Es sind Einzelfälle solcher Pilzinfektionen bei hospitalisierten Personen bekannt, die einen Zentralvenenkatheter hatten und zugleich an schweren Grundkrankheiten litten, zumeist im Bereich des Magen-Darm-Traktes. In der Schwangerschaft und Stillzeit gilt: Bei vorschriftsmäßiger Anwendung von Perenterol forte bei der (werdenden) Mutter, sind bisher keine fruchtschädigenden Wirkungen oder schädliche Wirkungen auf den gestillten Säugling bekannt geworden. Säuglinge und Kleinkinder sind unbedingt von einer Selbstmedikation auszuschließen. Bei Durchfallerkrankungen muss, insbesondere bei Kindern, auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten als wichtigste therapeutische Maßnahme geachtet werden. Das Behandlungsergebnis mit Perenterol forte kann beeinträchtigt werden, bei gleichzeitiger Einnahme von im Magen-Darm-Trakt wirksamen Arzneimitteln gegen Pilzerkrankungen. Diese Angaben können auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten.
Nebenwirkungen: Unter der Anwendung von Perenterol forte können Blähungen auftreten. Die Einnahme kann in Einzelfällen Unverträglichkeitsreaktionen verursachen, und zwar in Form von Quaddelsucht, Juckreiz, Hautausschlag, entweder örtlich begrenzt oder am ganzen Körper sowie Schwellung des Bindegewebes im Gesicht; extrem selten Atemnot und Schock. Bei Unverträglichkeitsreaktionen ist Perenterol forte abzusetzen; im Normalfall bilden sich danach die Symptome ohne weitere Maßnahmen vollständig von selbst zurück, im Einzelfall kann jedoch eine symptomatische Behandlung durch den Arzt notwendig sein. Treten Nebenwirkungen auf, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.
Weitere Informationen zum Thema Durchfall bietet die Homepage des Herstellers. Im Preisvergleich für Medikamente können beim günstigsten Anbieter bis zu 50 Prozent gespart werden.
Perenterol forte Kapseln sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
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