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Formigran
Die Migräne zählt mittlerweile zu den 20 Leiden, die das tägliche Leben am meisten einschränken.
Der charakteristische Migräne-Schmerz ist ein regelmäßig wiederkehrender halbseitiger Kopfschmerz.
Über die genauen Ursachen, die zur Entstehung von Migräne-Kopfschmerzen führen, gibt es bis heute aber noch keine genauen Erkenntnisse. Es wird vermutet, dass während einer Migräne-Attacke gefäßaktive Botenstoffe aus den Blutgefäßen der Gehirnhäute freigesetzt werden. Dadurch weiten sich wiederum die Blutgefäße und angrenzende Nervenfasern werden aktiviert. So kommt es zur Freisetzung weiterer Botenstoffe, die eine Entzündungsreaktion auslösen. Diese Entzündung reizt zusätzlich die Nervenenden an den Gefäßen. Das führt zur Aussendung von Schmerzsignalen an wichtige Schaltzentren im Gehirn. Damit verbunden, ist das Auftreten der typischen Migränesymptome wie Übelkeit, Brechreiz, Lichtempfindlichkeit und starke Schmerzempfindung.
Das Medikament Formigran bietet eine komplett neue Behandlung des Migränekopfschmerzes. Da es direkt ins Zentrum der Migräne-Entstehung zielt.
Der Formigran-Wirkstoff Naratriptan ist ein Serotonin-Agonist. Es besetzt die Bindungsstellen eines der beteiligten Botenstoffe (Serotonin), an den Gefäßen und Nervenenden. Dadurch werden die Gefäße verdichtet und die Freisetzung zusätzlicher Stoffe verhindert, die eine Entzündung bewirken und Schmerzen hervorrufen können.
Formigran wird angewendet bei akuten Kopfschmerzphasen von Migräneanfällen mit und ohne Aura.
Hinweise: Dauern die Migränekopfschmerzen trotz Behandlung länger als einen Tag an, ist es erforderlich einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn die ersten typischen Beschwerden einer Migräne erst ab dem 50. Lebensjahr auftreten, sollte ebenso ein Arzt hinzugezogen werden.
Formigran ist das erste in Deutschland rezeptfrei erhältliche Medikament mit dem Wirkstoff Naratriptan. Der Wirkstoff in Formigran ist seit Juni 2006 in einer Größe von 2 Tabletten à 2,5mg Naratriptan ohne Rezept in der Apotheke verfügbar.
Auch wenn Formigran aus der verschreibungspflicht entlassen wurde, sollte das Migränemittel nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
Add comment Juni 27, 2007